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Spiritueller Impuls Dezember 2016

Worauf warten wir?
Advent einmal anders

Gefühlt seit August weihnachtet es in den Geschäften und in der Werbung mit Sprüchen wie "Endlich ist Heiligabend" oder "oh du schöne Weihnachtszeit", und das wohlgemerkt im Spätsommer, wenn sämtliche Printen und Dominosteine in der Hand dahinschmelzen. Vorfreude ist vor allem für Kinder bekanntlich die schönste Freude und die soll auch niemandem genommen werden. Wenn ab November der Plätzchenduft durch manche Küche schwebt, dann macht sich ein Gefühl von "bald geschieht etwas Besonderes" breit. Nur - hat das etwas mit dem Advent zu tun, wie ihn das Kirchenjahr versteht?

Der Advent ist wie die Zeit vor Ostern eine Fastenzeit, eine Zeit der inneren Einkehr und Umkehr. Die Messgewänder haben dieselbe violette Farbe. Aber wie die Fastenzeit vor Ostern (oder österliche Bußzeit) zu einem Seminar zum Schlankwerden mutierte, so kommt auch der Adventzeit der Bußcharakter immer mehr abhanden. Nur wer in diesen knapp vier Wochen zu viel Plätzchen und Lebkuchen in sich hineinstopft, wird das auf der Waage büßen.

Schauen wir in die Texte des Stundengebetes, so fällt uns auf, dass uns die Adventzeit mit dem Volk des Alten Bundes verbindet. Die Propheten künden für das Volk Israel das Kommen des Messias an, der sein Volk erreten wird. Er wird, so hoffen sie, die Feinde von außen besiegen und sein Volk zu neuer Größe führen. Nur wann er kommt, das können auch die Propheten nicht sagen. Die Ankunft (so die Bedeutung von Advent) liegt allein in Gottes Hand - so ist die Mahnung der Propheten zur Wachsamkeit. Wir singen das auch im Lied - "Wacht auf, ruft uns die Stimme".

Doch sind wir dann auch bereit, IHN zu empfangen? Ist ER uns nicht mittlerweile gleich-gültig geworden? Was ist denn mit Frieden auf Erden, wenn man sich die Realität ansieht? Ist es da nicht verständlich, dass sich viele Menschen in den Tagen von Advent und Weihnachten in die Familie zurückziehen? Es soll ein Fest der Liebe, der Familie und des Schenkens sein. Es sind Menschen gekommen, nämlich aus Kriegsgebieten, auf die wir vielleicht nicht gewartet haben, aber die immerhin Hilfe brauchten. Jesus ist mit denen, die der Hilfe bedürfen, also mit den Armen und den Heimatlosen. In diesen verängstigten, traumatisierten Menschen kommt ER zu uns, auch wenn manche das als Zumutung empfinden mögen. Aber dort steckt auch das Wort "Mut" drin, und bereits Jesaja sagte - "Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest." Die Verheißungen des Propheten machen Mut und öffnen uns die Augen für die Wirklichkeit, die mit der Geburt des kleinen Kindes in Betlehem zu uns kommt. Die Ankunft des Messias ruft zur Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen und zum Öffnen der Herzen auf. Gottes Ruf ist dabei immer neu - und er bringt Rettung.

Den spirituellen Impuls für den Dezember 2016
verfasste P. Aelred Kuhbandner OCist

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