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Spiritueller Impuls Juni 2017

Sonne der Gerechtigkeit

Astronomisch betrachtet, ist unsere Sonne ein gigantischer Gasball, der durch dauernde Kernfusion von Wasserstoff zu Helium Energie und Licht erzeugt. Das Licht und der richtige Abstand von der Erde ermöglichen erst Leben auf unserem Planeten. So benötigen Pflanzen zum Keimen und Wachsen Sonnenlicht, sie richten sich immer nach der Sonne aus - das kann jeder sehen, der Pflanzen auf der Fensterbank abgestellt hat.

Es ist auch erwiesen, dass Sonnenlicht eine heilende Wirkung besitzt, beispielsweise die Bildung von Vitamin D, das den Verlauf von Krankheiten günstig beeinflussen kann. So gesehen kommen wir ohne die Sonne nicht aus. Doch - unbegrenzt ist der Vorrat an Wasserstoff auch nicht. Irgendwann wird der Fusionsvorgang beendet sein, die Sonne wird sich zu einem roten Riesen entwickeln und alle Planeten in ihrer Nähe zerstören. Keine Sorge - das werden wir nicht mehr erleben.

So wichtig die Sonne für unser Überleben ist, so zentral ist für unser Überleben auch das ewige Leben Jesus Christus. Seit früher Zeit wurde er mit der Sonne gleichgestellt. "Tag ohne Abend, Sonne ohne Untergang" stand groß an der Altarwand meiner Heimatkirche, darunter ein riesiger Sonnenball. Und das liturgische Kirchenjahr legt das Fest der Geburt Jesu Christi in den Dezember, auf den Termin des römischen Festes des unbesiegten Sonnengottes.

In den folgenden Jahrhunderten, dem "finsteren Mittelalter", rückte die Sonne an den Rand, weil die Erde, oder besser gesagt der Mensch, der Mittelpunkt des Universums sein wollte. In der Neuzeit rückte wieder der Gedanke in den Vordergrund, dass Jesus unsere Sonne ist - mittlerweile war ja auch erwiesen, dass sie der Mittelpunkt ist und die Erde um sie kreist. So konnte im Jahr 1728 der Liedertext entstehen, der bei uns unter der Nummer 481 im Gotteslob steht: "Sonne der Gerechtigkeit". Jesus ist das Licht, das zur Welt gekommen ist, um in der Finsternis zu leuchten. Er holt uns aus der Dunkelheit der Hoffnungslosigkeit, er ist der Mutmacher und weckt uns aus dem Schlaf falscher Sicherheiten, die uns von künstlichen Sonnenlichten vorgemacht werden.

Und so, wie die Pflanzen sich nach der Sonne ausstrecken, so strecken wir uns nach dem aus, der die Sonne der Gerechtigkeit ist.

So wünsche ich uns allen, dass die Sonne diesen Sommer nicht nur für die Urlauber, sondern für alle häufig zu sehen ist und unsere Sonne der Gerechtigkeit unser Leben erleuchte.

Den spirituellen Impuls für den Juni 2017
schrieb P. Aelred Kuhbandner OCist 

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