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Spiritueller Impuls Dezember 2018

Und Gott sprach
"es werde Licht"

Wie in vielen Kirchengemeinden feiern auch wir Mönche von Langwaden in der Adventzeit die Roratemesse. Dabei ist die Klosterkapelle nur von Kerzenschein belichtet. Zum Ende der Eucharistiefeier kommt ganz schwach das Licht der aufgehenden Sonne dazu, eine irgendwie mystische Stimmung begleitet die Glaubenden bei diesem Gottesdienst.

„Roratemesse“ leitet sich ab von dem Vers aus Jesaja 45,8 „O Gott ein Tau vom Himmel giess. Ihr Wolken brecht und regnet aus den König über Jakobs Haus.“ (Rorate caeli de super et nubes pluant justum..“)

Es ist auf jedenfall ein Gegenteil zu der grell und hellen „Vor-advent-zeit“, die uns ja schon in den Geschäften gefühlt seit September begleitet. Sicher sehnen wir uns Menschen in der dunklen Jahreszeit nach Licht, vor allem nach dem sonnenreichen Sommer dieses Jahr, man meint irgendwie, man kann gar nicht genug davon bekommen.

Und doch liegt dieser Form des adventlichen Gottesdienstes eine tiefe Sehnsucht zur Grundlage. Das „Noch nicht“, das erwarten des Retters, wie es auch das Volk Israel gespürt hat, dass der Retter kommt drängt auch den Beter von heute um diesen Heiland zu bitten. Nur dass der altestamentliche Retter ein König mit viel Macht sein wird und sein Volk zu alter Blüte führen wird unterscheidet uns von der Generation Jesaja. Wir erwarten nicht den Retter, der die Bösen von der Erde vertreibt und allen Unfrieden unter den Menschen beenden wird, sondern den, der Das Böse besiegen wird und damit leztlich den Tod und uns den Weg des Friedens lehren wird. Wir sind gerufen uns auf diesen Weg einzulassen. Und die Adventzeit ist wie die Fastenzeit vor Ostern so ein Weg den wir auch bewusst gehen sollten. Schon mit Weihnachten im Auge, aber immer noch im „hier und jezt“ des Advent. Ein bedeutendes Symbol für das „noch im dunkeln und noch nicht im Licht“ von Weihnachten sind die Kerzen, sowohl auf dem Adventkranz als auch eben bei der Roratemesse. Diese Kerzen brennen runter, sie verzehren sich und machen dann Platz für das wahre Licht, Jesus Christus.

Diese adventliche Hoffnung und Sehnsucht nach der Menschwerdung von Gottes Wort ist viel grösser als eine Hoffnung auf militärische Befreiung von Ungerechtigkeit und Bedrängnis. So hoffe ich, dass nicht nur Regen in Form von Niederschlag auf uns runterfällt, sondern dass Jesus Christus der Retter wirklich zu uns kommen kann in unser Herz. Die Kerze wird ein Lichtzeichen sein dass wir für ihn bereit sind.

Den spirituellen Impuls für Dezember 2018
schrieb P. Aelred Kuhbandner OCist

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