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Spiritueller Impuls Februar 2018

Wenn alle,
dann auch ich

"Wir sind alle kleine Sünderlein, es war immer so ... Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeihen, es war immer so, immer so. Denn warum sollten wir auf Erden schon lauter kleine Englein werden?"
Auch in dieser (kurzen) Karnevalssaison wird dieses Lied von Willy Millowitsch aus den 60er Jahren wieder gesungen. "Kleine Sünderlein" klingt niedlich und nett. Darf ich bedenkenlos über die Stränge schlagen, in welchem Umfang, in welchem Bereich? Nett, niedlich, einfach und harmlos ist es mit der Sünde nie.

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Auf einem mobilen Beichtstuhl in der Seitenkapelle einer Kirche sehe ich ein Emailleschild. Ich stocke! Schwarz auf weiß lese ich: "Alle Sünder willkommen!" Und ich denke - aus welcher Zeit ist denn das? Hat jemand vergessen, es abzumontieren? Oder ist es Absicht? Dieser ungewöhnliche Willkommensgruß beschäftigt mich. Wenn "alle", dann wirklich auch alle - vom sogenannten kleinen Sünder bis zum schlimmsten Übeltäter. Wenn "alle", dann auch ich und nicht immer nur "die anderen".

Benedikt sieht die Sünde als eine beständige Gefährdung auf dem gesamten Lebensweg mit Gott. Sie geht geschickt und hintertrieben vor. Denn "es gibt Wege, die den Menschen recht erscheinen, die aber am Ende in die Tiefe der Hölle hinabführen." (vgl. RB 7, 21; Spr 16, 25). Für ihn gehören Sünde und Hölle untrennbar und selbstverständlich zusammen. Nach dem vorgegebenen "Erb-Gut" gibt es auch ein "Erb-Übel", eine "Erbkrankheit", sich gegen Gottes Willen zu entscheiden. Immer wenn das geschieht, wirkt es sich auch auf unsere Umgebung aus. Die "Hölle" selbst wird nicht bis in alle Einzelheiten ausgemalt. Es ist schrecklich genug, dass jeden Tag "Schlimmstmögliches passiert, über das hinaus nichts Schlimmeres gedacht werden kann" (vgl. Willi Lambert SJ, "Das siebenfache Ja"). Wer nun könnte behaupten, dass er von dieser Gefährdung ausgenommen ist?

Deshalb rät Benedikt, sich dauernd an alle Gebote Gottes zu erinnern (RB 7, 11). Wie wichtig ist ein ehrlicher, unverstellter Blick in den spirituellen (Gewissens)Spiegel (vgl. Gotteslob 599-601), ohne abzuwiegeln oder zu verharmlosen. Auge in Auge mit Gott übernehme ich Verantwortung für mein Leben, für das, was alles andere als gut lief. Dabei kann mich ein heißer oder kalter Schauer, Scham, Trauer und Erschrecken erfassen. Das bestätigt: "Die Hölle brennt, um der Sünden willen alle, die Gott verachten" (vgl. RB 7, 11). Genau darum geht es - die Gottvergessenheit in meinem Leben erkennen und dagegen angehen. Wie schmerzvoll es auch brennt, wie schwer diese "Höllenerfahrungen" wiegen - Christus will sie jedem abnehmen. Damit der neue Mensch nach Gottes Bild sich durchsetzen und leben kann. Gerade deshalb sind bei Christus alle Sünder willkommen. "Auf Erden lauter kleiner Engel werden"? Eher braucht es versöhnte Menschen - mit Gott, den anderen und sich selbst. Die Einladung dafür ist ausgesprochen!

P. Gregor Winter OCist

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