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Spiritueller Impuls 2019

Ihre Papiere, bitte“ -
Das Fest Mariä Geburt


Liebe Freunde,
jeder von uns erhält nach seiner Geburt eine Geburtsurkunde, in der Geburtstag, Ort und Eltern eingetragen sind. Dieses Dokument begleitet uns ein Leben lang.

Am 8. September feiern wir auch einen Geburtstag, ohne genau zu wissen, wie alt das Geburtstagskind wird oder wo es geboren wurde. Über die Eltern schließlich erfahren wir nur aus „zweiter Hand“.

So ist die Situation bei der Gottesmutter Maria. Die Bibel schweigt über ihre Eltern und ihre Geburt - anders als bei Johannes dem Täufer, dessen Verkündigung und Geburt dramatisch verliefen. Und bei Jesus Christus, dem Sohn von Maria, ist der Geburtstag für viele Christen zum wichtigsten Fest geworden.

Warum schweigt die heilige Schrift von der Geburt einer für die Erlösung nicht unwichtigen Person? Überlieferungen, die es nicht in die Bibel geschafft haben, weil sie oft merkwürdige Ansichten oder haarsträubende Legenden überlieferten, die sogenannten „Apokyphen“, nennen die Namen Anna und Joachim als Eltern.

Es gibt einen Abschnitt im Evangelium, Lukasevangelium 11, 27-28, in dem es heißt:

In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete,
rief eine Frau aus der Menge ihm zu:
Selig die Frau, deren Leib dich getragen
und deren Brust dich genährt hat.

Er aber erwiderte ihr:
Selig sind vielmehr die,
die das Wort Gottes hören
und es befolgen.“

Ich denke, das dies genau das ist, was Maria getan hat. Sie hat Ja gesagt zu Gottes Wort - sie hat es nicht nur mit den Ohren gehört, sie hat sich vielmehr in seinen Dienst gestellt als seine Magd (oder auch Freundin), ohne Hintergedanken und ohne überheblich zu werden.

Das ist doch ein gutes Personaldokument, das Gott Maria ausgestellt hat. Für ihn zählt nicht der Geburttsort, ob von dort etwas Gutes kommt, oder wie hoch der soziale Stand ist. Auch wer ihre Eltern sind, ist für und vor ihm nicht wichtig. Bei Gott gibt es kein Ansehen einer Person, wie schon Paulus sagte.

Und so können auch wir wie Maria sein, wenn wir sein Wort und Willen nicht an uns vorbei ziehen lassen und dann vollkommen entgegen handeln. Letztlich sind auch unsere Personaldokumente für Gott vollkommen unwichtig, wenn wir einmal an der Pforte zum Reich Gottes stehen.

Den spirituellen Impuls für September 2019 verfasste P. Aelred Kuhbandner OCist.

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